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Von Bergen und Lawinen 09. Juni 2018

Gebirge sind Gebilde, die sich zum Teil mit Unternehmen vergleichen lassen. Es gibt ein „Oben“ und ein „Unten“ und die Wegstrecke zwischen diesen beiden Zuständen hat es häufig in sich.

Lawinen werden – das gilt für Gebirge und für Unternehmen – in der Regel recht weit oben ausgelöst. Je mehr Wegstrecke so eine Lawine auf ihren Weg nach unten hinter sich gebracht hat, desto unmöglicher wird es, sie aufzuhalten. Und es kommt häufig vor, dass so eine Lawine erhebliche Schäden mit sich bringt. Kein Mensch wird ernsthaft versuchen, eine ihm entgegenkommende Lawine aufzuhalten oder gar wieder den Berg hinaufzuschieben.

Lassen Sie uns wechseln. Von der Natur der Berge zur Natur von Unternehmen. Je bedeutender eine Entscheidung für ein Unternehmen ist, umso wahrscheinlicher ist es, dass sie „oben“, d. h. vom Top-Management getroffen wird. Dort ist man weit entfernt von der Absicht, Lawinen loszutreten. Also wird ein „Realitäts-Check“ durchgeführt. Das läuft in der Regel so, dass die Level-1-Manager ihre Level-2-Manager befragen, was denn von der neuen Idee zu halten ist. Sie können sich sicher gut vorstellen, dass die Manager der ersten beiden Führungsebenen sich einigermaßen gut kennen. Und diese Form der guten Bekanntschaft wirkt sich aus. Kaum ein Level-1-Manager hat Lust darauf, sich von der nachgeordneten Ebene sagen zu lassen, dass er gerade einmal gedanklich zu kurz gesprungen ist. Also wird er seine Idee so verpacken, dass die Level-2-Manager sich schon sehr anstrengen müssen, hier ein Haar in der Suppe zu finden. Und diese Leute der zweiten Ebene wissen auch sehr gut, dass ihren Chefs sehr viel an der gerade diskutierten Idee liegt. So könnte man auf den Gedanken kommen, dass sich auch diese Manager eher schwer damit tun dürften, die Intensionen ihrer Chefs zu kritisieren. Und zack – schon hat die Lawine an Fahrt gewonnen.

Gehen wir mit, folgen wir der Lawine auf dem Weg nach unten. Das Thema ist jetzt auf der dritten Ebene angekommen. Hier ist man schon eher in einer Umgebung, die von den Folgen einer Lawine (Idee, Maßnahme, Veränderung) betroffen ist. Die Folgen werden deutlich realistischer eingeschätzt. Besonders dumm ist die Situation, wenn diese Folgen gewichtiger sind, als der beabsichtigte Nutzen. Die armen Manager dieser Führungsebene haben ein ernstzunehmendes Problem. Sie müssten sich eigentlich daranmachen, die Lawine aufzuhalten und den Berg hinaufzuschieben. Die erste Hürde, die sie dabei nehmen müssen, sind ihre eigenen Chefs. Diese nämlich haben sich ihren Chefs gegenüber bereits aus dem Fenster gehängt. Diese nämlich müssten nun nach oben eingestehen, die Sache falsch eingeschätzt und somit schlampig gearbeitet zu haben. Das macht keinen Spaß und so mancher ist dann doch eher bereit, die Lawine weiter ziehen zu lassen.

So wird sehenden Auges ein betrieblicher Schaden nach dem anderen durchgelassen. Weil wir nun einmal so sind, wie wir sind; Durchschnittsmenschen und keine Superhelden.

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